Infos und Buchungsmöglichkeit von Schulvorführungen gibt´s hier.
"Natasha" auf Okto TV : Sonntag, 18.10.2009 um 20 Uhr
im Anschluss spricht Robert Buchschwenter mit Ulli Gladik
Wiederholung am 25.10.2009 um etwa 21:40 (nach "Die liebe Republik")
Donnerstag, 8.10. um 19.30 KostnixKino zeigt in Kooperation mit der BettelLobby Wien "Natasha" beim Hausprojekt, Wien 10, Triesterstraße 114 (Bitte den Ort nochmals auf der Hausprojektseite am Tag der Aufführung rückchecken, könnte sich ändern). Danach gibt´s ein Gespräch mit der Filmemacherin und anderen der BettelLobbby.
Spendenkonto für die Protagonistin: BA-CA 12000, 50156 041 137 lautend auf Natasha Kirilova
"Natasha" - Unterrichtsmaterial zum Runterladen gibt´s hier.
Den BesucherInnen der Wienvorführungen sei für die Spenden an Natasha gedankt. Da in Graz die Stimmung gegenüber BettlerInnen momentan wieder sehr schlecht ist (es gibt Polizeikontro
llen und ein Verbot wird gefordert) ist Natasha nach Bulgarien zurück gekehrt, dank der Spenden war dies möglich.
Weitere Informationen zum Thema Betteln in Wien gibt´s auf der Seite der BettelLobbyWien.
1. Mai 2009 19:30 Wienpremiere im Stadtkino im Rahmen von VISIONary
4. Mai 2009 18:00 im Stadtkino im Rahmen von VISIONary
7. Mai 2009 19:30 im Stadtkino im Rahmen von VISIONary
März 2009
"Natasha" läuft am 17.3.09 am One World Filmfestival in Usti Nad Labem.
Presse- und Medienberichte:
Kleine Zeitung, Juli 2009: "Berührend, aber ohne auf oberflächliche Rührung abzielend. Gladiks Film kommentiert nicht, er zeigt. Er gibt Einblick in ein Land, dessen sozialstaatliche Strukturen nach 1989 besonders brutal zerstört wurden. Ein Pflichtfilm für alle, denen die Zumutung von ein paar Bettlern im Stadtbild ihren Schlaf der (Selbst-) Gerechten raubt. " Walter Titz
Der Standard, 4.4.2008: "Natasha lebt im bulgarischen Bresnik und im österreichischen Graz geht sie vorübergehend ihrer Arbeit nach. Von den kargen Erträgen dieser Arbeit leben Natashas arbeitslose Eltern und ihr kleiner Sohn - also positioniert sich Natasha im Rollstuhl in den Grazer Einkaufsstraßen und bettelt um Geld. Eine Arbeit eben, besser als stehlen, aber mitunter ist die Erniedrigung kaum auszuhalten. Die Filmemacherin Ulli Gladik hat Natasha über den Zeitraum von rund einem Jahr begleitet und ein ganz bemerkenswertes, respektgebietendes Porträt angefertigt."
Sabina Zwitter für Heimat, fremde Heimat 30. 3. 2008 13:30 ORF2: "In der Dokumentation "Natasha" begleitet die Filmemacherin Ulli Gladik die "Bettlerin" Natasha zwei Jahre lang mit der Kamera. Es gelingt ihr in weniger als zwei Stunden die Mechanismen der Diskriminierung aufzudecken und ein berührendes Portrait einer mutigen bulgarischen Frau zu zeichnen."
Tatjana Berlakovich für 3sat Kulturzeit: Mit Vorurteilen aufräumen: "Die Filmemacherin Ulli Gladik holt sie in ihrem Film "Natasha" aus der Anonymität. Zwei Jahre begleitet sie die Bettlerin auf ihren regelmäßigen Reisen von ihrer Heimat Bulgarien nach Graz. Natasha bleibt nichts anderes übrig, als sich dieser Demütigung auszusetzen. Arbeit gibt es in Bulgarien für Roma keine. Die Bettelfahrten sind notwendig, um ihrer Familie ein Überleben in bescheidenen Verhältnissen zu ermöglichen. Die Regisseurin räumt mit bestehenden Vorurteilen auf."
Christoph Hartner und Martin Gasser, "Steirerkrone" auf krone.at:
NATASHA Einen beeindruckenden Einblick in das Leben einer Grazer Bettlerin bietet Ulli Gladik in ihrem Dokumentarfilm "Natasha". Sie beleitet die junge Frau nicht nur bei ihrem "Job" in Graz, sondern auch in ihre bulgarische Heimat, wo ihre von Arbeitslosigkeit und Armut gezeichnete, und doch so lebensfreudige, Familie lebt. „Natasha" ist ein Plädoyer dafür, hinter der "Figur" der Bettlerin auch den Menschen zu sehen.
Natasha arbeitet als Bettlerin in Graz. Sie hasst die Erniedrigung ihrer Arbeit, aber in ihrer bulgarischen Heimatstadt gibt es keine Jobs, schon gar nicht für Roma wie Natasha und ihre Familie. Dennoch will sie ihrem vor Lebensfreude strahlenden Sohn eine Zukunft bieten, ihre Geschwister und Eltern ernähren. Also kommt sie regelmäßig nach Graz und erträgt die Erniedrigung die ihr "Job" mit sich bringt. Welche andere Wahl hat sie auch?
Vorurteilsfrei und einfühlsam Mit sehr viel Einfühlvermögen lässt die Regisseurin Ulli Gladik Natasha aus ihrem Leben erzählen. Nichts wird beschö
;nt, aber auch nicht pathetisiert. Mit vorurteilsfreier Linse fängt Gladik Natasha und ihre Familie ein, zeigt Schicksalsschläge genauso auf, wie die kleinen Glücksmomente. Gladik portraitiert Natasha als das, was viele Passanten in der Bettlerin nicht sehen können oder wollen: als Menschen.
Ein bedeutsamer Film Gerade für eine Stadt wie Graz und ein Land wie Österreich, in der die Bettelei immer wieder angeprangert und mit organisiertem Verbrechen in Verbindung gebracht wird, ist es sehr bedeutsam, den Menschen hinter der "Figur" des Bettlers sehen zu lernen. Gladik schafft es auf ganz beeindruckende Weise, Verständnis zu erwecken, ohne dabei Mitleid zu erhaschen. Es ist dieses sehen und verstehen lernen, dass "Natasha" zu einem sehr bedeutsamen Film macht, der hoffentlich seinen Weg in die breite Öffentlichkeit finden wird.
Jänner 2009
Seit einigen Jahren werden Öffi-BenutzerInnen in Wien davor gewarnt, den "organisierten Bettlern" Geld zu geben, und: Man solle lieber die anerkannten Hilforganisationen unterstützen... Unerwähnt bleibt aber, welche Hilfsorganisationen BettlerInnen direkt unterstützen und woher die Wiener Linien ihre Informationen über die "organisierten Banden" haben, denn bislang hat nicht mal die Wiener Polizei Beweise für die "Bettelbanden". Der Effekt dieser Durchsagen: BettlerInnen werden weiterhin kriminalisiert, gedemütigt und vertrieben. Ein Armutszeugnis für das sozialdemokratische Wien und für unsere Gesellschaft, in der es eine alte Tradition hat, dass solche Verhetzkampagnen ungestraft betrieben werden können. Die BettellobbyWien hat eine Protestmailaktion gegen die Durchsagen der Wiener Linien gestartet.
Dezember 2008
Seit einigen Monaten bin ich bei der BettelLobbyWien, in der die Katholische Aktion, die Zeitung "Augustin", social ATTAC, SozialarbeiterInnen, AktivistInnen etc. mitarbeiten.
Bei den letzten Treffen ging es vor allem um die hetzerischen Mediendarstellungen von BettlerInnen, um das neue Gesetz, das Betteln mit Kindern verbietet und um die immer wieder von BettlerInnen berichteten Polizeiübergriffe.
In der BettelLobbyWien kann jeder mitarbeiten, der sich zu diesem Thema engagieren möchte. Meldet euch einfach bei bettellobbywien@live.at
Der Bericht von Robert Sommer in der vorletzten Ausgabe des Augustins hat ziemlich hohe Wellen geschlagen und wurde von vielen Medien zitiert und kommentiert: Eine slowakische Familie wurde von Polizisten am Karlsplatz misshandelt.
Während der Recherchearbeit für „Natasha" war ich cirka 10 Tage und Nächte mit einer slowakischen Familie in Wien unterwegs, habe mit Melanie Marschnigs Unterstützung Interviews mit Rumäninnen gemacht und sehr ähnliche Berichte zu hören gekriegt: Bettlerinnen müssen vor allem in der Wiener Innenstadt aufs Polizeirevier mitgehen. Dort müssen sie sich in Anwesenheit eines/r Beamtin entkleiden, ihr Geld wird ihnen abgenommen und meistens bekommen sie zusätzlich auch noch eine Strafe von ca. 70 Euro.
Jane erzählt über sein Erlebnis im ersten Bezirk: (ein Ausschnitt aus „Natasha"):
Beata kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Rimavska Sobota, Südslowakei. Seit der Wende ist Andras, ihr Mann, arbeitslos und er und Beata können ihre achtköpfige Familie nur mit Gelegenheitsjobs und Betteln über Wasser halten. Da der Kredit für das baufäll ige alte Haus noch nicht abbezahlt ist, ist die Familie ständig von Obdachlosigkeit bedroht. In diesem Interview ist Beata mit ihren Töchtern Xinthia und Beatka und ihrem Mann Andras zu sehen. Beatas Muttersprache ist Ungarisch, das Interview führte Marina Gschmeidler.
7.6.2008 20:15 Filmausschnitte und Diskussion auf Okto: Die Sendung steht ganz im Zeichen des F13 Aktionstages am Freitag dem 13. Juni. Studiogäste Martina Handler und Ulli Gladik sprechen über die aktuelle Diskussion zum Thema BettlerInnen, über geplanten Gesetzesänderungen der Stadt Wien und berichten von der Situation Betroffener. www.okto.tv www.f13.at
April 2008 - Sixpackfilm übernimmt den Vertrieb von "Natasha". www.sixpackfilm.com
Vielen Dank allen Spenderinnen und Spendern! Es sind bereits ca. 600 Euro zusammen gekommen.
4. und 5.4.2008 - Diagonale Filmpremiere auf der Diagonale in Graz. 4.4.08 16.15 Schubertkino 2 5.4.08 18.00 Geidorfkino 1 in Anwesenheit von Natasha Kirilova, Ulli Gladik und Karin Hammer